Mikroplastik

Was ist Mikroplastik?
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6-10% des weltweit produzierten Kunststoffs gelangen ins Meer. 2014 entsprach das ca. 31 Mio t. Quellen © Myriam Frisano & Maja Gobeli · 2017 Obwohl genaue Daten zu Auswirkungen auf Menschen und Tiere noch fehlen, gilt es, präventiv der weiteren Verschmutzung entgegenzuwirk - en. Es gestaltet sich sehr schwierig, Mikroplastik wieder aus der Umwelt zu entfernen. Plastik zersetzt sich niemals vollständig, sondern fragmentiert nur zu immer kleineren Partikeln, die ihrerseits neue Ge - fahren hervorrufen. Sofort wirksam werden eine stetige Verbesserung des Abfallmanage - ments sowie der Abwasser-Reinigungssysteme. Langfristig ist die ein - zige Lösung eine Entwicklung hin zu einer zirkulären Wirtschaft mit mehr Wiederverwertung und weniger Einwegverpackungen. FAZIT Die weltweit steigende Plastikverschmutzung der Meere stellt eine Bedrohung für das ganze Ökosystem dar. Durch ein bewusstes Konsumverhalten kann jeder Einzelne zur Reduk - tion der Plastikverschmutzung beitragen. [+] Primäres Mikroplastik [+] Sekundäres Mikroplastik [+]

Primäres Mikroplastik

Es wird zwischen primärem und sekundärem Mikroplastik unterschieden. Als primärer Mikroplastik werden jene Partikel bezeichnet, die für ihre Anwendung bereits in mikroskopischer Grösse hergestellt werden.

Sekundäres Mikroplastik

Plastik, das erst durch mechanische Zersetzung (Abrieb, Zersplitterung etc.) zu Partikeln mikroskopischer Grösse wird, nennt man sekundäres Mikroplastik. Sekundäres Mikroplastik ist die grössere Quelle für Mikroplastikpartikel im Meer.

Die Partikel gelangen in die Körper von Fischen, anderen Meerestieren und Vögeln. Sie nehmen das Plastik durch Filtration in ihre Körper auf oder ernähren sich von Lebewesen, die Mikroplastik gefressen haben.
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Quellen von Mikroplastikpartikeln in Deutschland

6 1 4 9 3 2 7 5 8
  1. Mechanische Fragmentierung von Kunststoffabfällen im Meer
    Menge unbekannt
  2. Absplitterung von Kunststoffen im Laufe der Nutzung
    Menge unbekannt
  3. Mikronisierte Kunststoffwachse in technischer Anwendung
    100’000t/Jahr
  4. Reifenabrieb
    60’000-100’000t/Jahr
  5. Verlust von Pellets in der Herstellung/ Weiterverarbeitung von Kunststoffen
    21’000t/Jahr
  6. Synthetische Fasern aus Kleidungsstücken u. anderen Textitilen
    80-400t/Jahr
  7. Kosmetische Produkte
    500t/Jahr
  8. Strahlmittel zur Bearbeitung von Oberflächen (zB. Reinigung von Fischkuttern)
    < 100t/Jahr
  9. Reinigungs- u. Pflegemittel in Industrie und Gewerbe
    < 100t/Jahr

Bewusster Konsum zur Reduktion von Mikroplastikemissionen

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Kleidungssstücke aus natürlichen Fasern bevorzugen
  • Leinen
  • Hanf
  • Baumwolle
  • Wolle
  • Seide
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Natürliche Alternativen für kosmetisches Peeling
  • Rohrohrzucker
  • Haferkleie
  • Mandelpulver
  • Kaffee

Quellen